Wein zum Raclette

Zwei Genüsse, keine Grenzen: Raclette und Wein in Kombination. Was geht und was nicht?

Die Auswahl an Raclettezutaten und -beilagen ist schier unbegrenzt. Natürlich denkt man zuerst an allerlei Fleisch und den kräftigen Raclettekäse. Das ist nicht verwunderlich, denn oftmals wird Raclette an Sylvester, also im Winter aufgetischt. Opulente Mahlzeiten harmonieren mit dieser Jahreszeit am besten. Dieses vorgefertigte Denken berücksichtigt jedoch nicht die Vielfalt des Raclettes und viele tolle Geschmackserlebnisse werden im Vorhinein verhindert – Schade.

Eine Auswahl der unzähligen Zubereitungsmöglichkeiten des Raclettes.

Dabei sind die Einsatzmöglichkeiten des praktischen Tischgrills unerschöpflich: Die kleinen Pfännchen könnte man mit Spargel-Hollandaise belegen. Ein schlichtes Bauernbrot dazu, würde den Spargelgeschmack hervorheben. Oder etwas kräftiger: Schweinefleisch (in Knoblauch eingelegt) mit Bohnen und Tomaten. Auch Lachs lässt sich in den kleinen Pfannen zubereiten und dazu würden sich Ofenkartoffeln anbieten. Den Liebhabern der asiatischen Kost seien Bambussprossen, Sojakeime, Shrimps und süß-saure Soße ans Herz gelegt.
Wer jetzt das Raclette aus der Abstellkammer hervorgraben will, dem wird geraten sich zu gedulden und aufmerksam weiter zu lesen. Denn was wäre ein Essen ohne den passenden Wein? Und dass nicht jeder Wein zu jedem Essen passt, ist allgemein bekannt. Im Folgenden wird erläutert, welcher Wein sich zu welchem Essen anbietet. Vieles ist möglich, aber auch nicht alles…

Die Vorteile im Barrique gereiften Weines.

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Grundsätzlich gilt: Wein und Essen sollten ein geschmackliches Gleichgewicht eingehen. Aber was bedeutet das im Einzelfall? Betrachten wir einmal das klassische Raclette an Sylvester. Man ist in Feststimmung und es soll an nichts gespart werden. Häufig feiert man im größeren Rahmen mit der ganzen Familie. Auf dem Tisch türmen sich Käse, Beilagen und noch diverse. Weil der Wein vom geschmackintensivsten Produkt auf dem Teller bestimmt werden sollte, ist es der Raclettekäse, der die Auswahl des Weins maßgeblich beeinflussen sollte. Leichte Weine würden beim Raclette nicht ihr volles Aroma entfalten. Sie würden in der Vielfalt der Geschmacksaromen untergehen. Es empfiehlt sich stattdessen ein schwerer, alkoholreicher Wein. Die Gourmets werden sich einig sein: Die Röstaromen eines Barrique gereiften Weines würden die Würze des Käses herrlich ergänzen. Erst ein ausgereifter Barrique erreicht die Vollmundigkeit, die nötig ist um die zahlreichen Aromen beim Raclette aufzunehmen. Eine weitere sehr gute Idee ist der Chateau de Chambert. Dabei kommt es auch ganz auf den eigenen Geschmack an