Raclette im November

„Nebel hängt wie Rauch ums Haus, drängt die Welt nach innen; ohne Not geht niemand aus; alles fällt in Sinnen.“ (Christian Morgenstern).

Der goldene Oktober ist vorüber. Die Tage werden kürzer, das Wetter frischer und die Welt schaut düster aus. In der dunklen Jahreszeit bleibt man gerne Zuhause, hält Einkehr und besinnt sich. Der November ist die rechte Zeit, um es sich Daheim kuschelig zu machen. Blasen Sie nicht Trübsal an grauen Novembertagen, sondern genießen Sie mit anderen Menschen ein bisschen Novemberglück:

Ein Raclette-Abend mit der Familie oder mit Freunden ist der Inbegriff von Gemütlichkeit und Geselligkeit. Das Schweizer Nationalgericht hat sich in Deutschland zu einem der beliebtesten Festtagsessen für Heiligabend und Silvester entwickelt. Aber warum damit bis Weihnachten oder Silvester warten? Sie können es sich doch mit Ihren Lieblingsmenschen auch schon im November bei einem Raclette gemütlich machen. Und man kann sich jetzt vor der turbulenten, termingefüllten Vorweihnachtszeit noch einmal mit den Menschen treffen, für die man sonst keine Zeit gefunden hat. An langen Novemberabenden haben alle viel Zeit für ein gemütliches Beisammensein.

Das Schöne an einem Raclette-Essen ist, dass niemand in der Küche stehen und kochen muss, sondern alle in gemütlicher Runde gemeinsam am Tisch ihr Essen zubereiten. Jeder füllt sein Raclette-Pfännchen selbst nach seinem eigenen Gusto. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und im Gegensatz zum Fondue können hier auch Vegetarier mitmischen. Inzwischen gibt es sogar auch veganen Raclette-Käse. Ein Raclette-Essen verbindet die Menschen, die an einem Tisch sitzen und gemeinsam geschmolzenen Käse brutzeln Es schafft im November gemütliche Wärme – ein ideales Mittel, um dem aufkommenden Frösteln entgegenzuwirken.

In Deutschland sitzt man heute bevorzugt in geselliger Runde um einen Raclette-Tischgrill mit Raclette-Pfännchen. Früher wurde, vor allem im Raclette-Land Schweiz, ein ganzer Käselaib über einem offenen Feuer geschmolzen und auf Brotstücke geschabt. Grundlage des einfachsten, klassischen Raclette-Rezepte sind lediglich Pellkartoffeln und der spezielle, gut schmelzende, würzige Raclette-Käse. Man gibt den geschmolzenen Käse einfach über die Pellkartoffeln und fertig. Inzwischen sind die Zutaten, die Raclette-Brutzler in ihre Pfännchen geben und mit geschmolzenem Käse genießen, sehr vielfältig geworden und manchmal auch recht exotisch: Munter werden Silberzwiebelchen, saure Gürkchen, Gemüse- und Obstschnipselchen mit geschmolzenem Käse variiert. Was die Getränke anbelangt, wird zum Raclette klassischerweise ein trockener Weißwein gereicht. Oder man trinkt dazu einen schwarzen Tee oder Kräutertee.

Also dann mal ran ans fröhliche November-Raclette: Machen Sie Ihr Novemberglück perfekt!

Diesen Beitrag wurde für die Blogparade #Novemberglück verfasst, welche von Lutz Prauser initiert wurde.